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German Military and Naval History, 1812-1918

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O Deutschland hoch in Ehren


1. O Deutschland hoch in Ehren,
Du heiliges Land der Treu,
Stets leuchte deines Ruhmes Glanz
In Ost und West aufs neu!
Du stehst wie deine Berge
Fest gen Feindes Macht und Trug,
Und wie des Adlers Flug
Vom Nest geht deines Geistes Flug.
|: Haltet aus! Haltet aus! :|
Lasset hoch die Banner wehn!
Zeiget ihm, |: zeigt dem Feind,:|
Daß wir treu zusammen stehn,
Daß sich unsre alte Kraft erprobt,
Wenn der Schlachtruf uns entgegen tobt!
|: Haltet aus im Sturmgebraus! :|
 3. Zum Herrn erhebt die Hände:
Er schirm' es immerdar,
Das schöne Land, vor jedem Feind.
Hoch steige, deutscher Aar!
Dem teuren Lande Schirm und Schutz!
Sei, deutscher Arm, bereit!
Wir bieten jedem Feinde Trutz
Und scheuen keinen Streit.
|: Haltet aus! Haltet aus! :|
Lasset hoch das Banner wehn!
Lasset uns |: treu und kühn :|
Mit den ersten Völkern gehn!
Daß sich deutscher Geist und Kraft erprobt,
Wenn das Ungewitter uns umtobt!
|: Haltet aus im Sturmgebraus! :|
 
2. Gedenket eurer Väter!
Gedenkt der großen Zeit
Da Deutschlands gutes Ritterschwert
Gesiegt in jedem Streit!
Das sind die alten Schwerter noch,
Das ist das deutsche Herz:
Die schlagt ihr nimmermehr ins Joch,
Sie dauern fest wie Erz!
|: Haltet aus! Haltet aus! :|
Lasset hoch das Banner wehn!
Zeiget stolz, |: zeigt der Welt, :|
Daß wir treu zusammenstehn,
Daß sie alte deutsche Kraft erprobt,
Ob uns Friede strahlt, ob Krieg umtobt!
|: Haltet aus im Sturmgebraus! :|
 4. Zum Herrn erhebt die Herzen,
Zum Herrn erhebt die Hand,
Gott schütze unser teures geliebtes Vaterland.
Es sind die alten Schwerter noch,
Es ist das deutsche Herz,
Man zwingt sich nimmermehr ins Joch,
Sie dauern aus wie Erz.
|: Haltet aus! Haltet aus! :|
Lasset hoch die Banner wehn!
Zeiget ihm, |: zeigt dem Feind,:|
Daß wir treu zusammen stehn,
Daß sich unsre alte Kraft erprobt,
Wenn der Schlachtruf uns entgegen tobt!
|: Haltet aus im Sturmgebraus! :|


Der Orden pour le mérite
Listen to "O Deutschland Hoch in Ehren"
German Officer Biography of the Month

Hans Friedrich Paul von Uthmann


Dienstgrade:

Kadett zu Wahlstatt: 1869
Kadett zu Berlin: 1873
charakterisierter Portepeefähnrich: 15. April 1875
Portepeefähnrich: 11. November 1875
Sekondelieutenant: 17. Oktober 1876
Premierlieutenant: 14. August 1886
Hauptmann: 22. März 1891
Major: 14. September 1900
Oberstleutnant: 14. April 1907
Oberst: 22. März 1910
Generalmajor: 16. Juni 1913
Generalleutnant: 20. Mai 1917

Dienststellen:

im Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1: 15. April 1875
Bataillonsadjutant: 23. August 1879
kommandiert zur Kriegsschule in Anklam: 1. Oktober 1882—23. Juli 1886
kommandiert zur Kriegsakademie: 1. Oktober 1886—21. Juli 1889
Erlaubnis zur Heirat: 16. Mai 1888
Kompagniechef im Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1: 22. März 1891
dem Regiment aggregiert: 14. September 1900
Kommandeur des Füsilier-Bataillons: 17. Mai 1902
Erlaubnis zur Heirat: 24. April 1904
zum Stabe des Regiments übergetreten: 21. Mai 1907
Kommandeur des Leib-Grenadier-Regiments König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenburgischen) Nr. 8: 22. März 1910
zu den Offizieren von der Armee: 16. Juni 1913
Kommandeur der 49. Infanterie-Brigade: 7. Juli 1913
zu den Offizieren von der Armee: 30. Juli 1915
Kommandeur der 185. Infanterie-Brigade: 17. September 1915
Kommandeur der 185. Infanterie-Division: 5. Juni 1916

Auszeichnungen:


Königlich Preußischer Roter Adler-Orden 4. Klasse
Krone zum Königlich Preußischen Roten Adler-Orden 4. Klasse: 1899 für die Schießleistungen seiner Kompagnie
Königlich Preußischer Kronen-Orden 3. Klasse
Königlich Preußisches Dienstauszeichnungskreuz
Königlich Preußischer Roter Adler-Orden 3. Klasse mit der Schleife
Fürstlich Hohenzollernsches Ehrenkreuz 2. Klasse
Komturkreuz zum Großherzoglich Mecklenburgischen Greifen-Orden
Ritterkreuz zum Königlich Dänischen Danebrog-Orden
Kaiserlich und Königlich Russischer St. Annen-Orden 2. Klasse mit Brillanten
Kaiserlich und Königlich Russischer St. Stanislaus-Orden 2. Klasse
Königlich Preußischer Kronen-Orden 2. Klasse: 16. Juni 1913
Königlich Preußisches Eisernes Kreuz II.
Königlich Preußisches Eisernes Kreuz I.
Königlich Preußischer Roter Adler-Orden 2. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern: 15. Oktober 1916

Biographie:

Geboren: 17.4.1857 zu Ober-Mahliau [Kr. Trebnitz]
Gestorben: 1.2.1918 bei Aniéry bei Cambrai


Vater: Hans Friedrich Karl Maximilian, Herr auf Ober-Mahliau, Landeshauptmann von Schlesien und Rechtsritter des Johanniter-Ordens – Geb. 15.6.1822 zu Minden in Westfalen – Gest. 10.6.1885 zu Breslau — Mutter: Klara Hedwig geb. von Kessel und Tscheutsch – Geb. 6.3.1826 zu Raake – Gest. 15.10.1887 zu Breslau.

1868 Gymnasium in Oels.


Verheiratet: I. 23.5.1888 zu Berlin mit Brunhild Hedwig Margarete Freiin von Meerheimb – Geb. 9.5.1869 zu Berlin – Gest. 9.12.1901 daselbst — II. 14.5.1904 zu Berlin mit Bertha von Westernhagen – Geb. 28.6.1863 zu Düsseldorf – Gest. 26.9.1931 zu Ober-Mahliau — Kinder: 1. Bruno Max Viktor Ferdinand – Geb. 17.4.1891 – Oberleutnant im Grenadierregiment Nr. 1, später General und Militärattaché in Stockholm — 2. Klara Brunhild Helene – Geb. 10.6.1894 zu Berlin – Oberschwester im Deutschen Roten Kreuz — 3. Hans Friedrich Ferdinand Viktor – Geb. 12.6.1896 zu Berlin – geblieben am 18.5.1915 bei Puarde als Leutnant im Grenadierregiment Nr. 1 — 4. Karl Udo – Geb. 2.10.1905 zu Berlin – Landwirt, Leutnant bei einer Panzerjägerabteilung.


Uthmann wurde mit 18 Jahren im Jahr 1875 als Portepeefähnrich dem Kaiser-Alexander-Garde-Grenadierregiment Nr. 1 überwiesen, dem später auch sein jüngerer Bruder Karl Erdmann angehörte und dessen Uniform er bis zum Oberstleutnant beim Stabe fast 35 Jahre getragen hatte. Im Sommer 1879 zum Bataillonsadjutanten ernannt, wurde er von seinem Regimentskommandeur, dem Oberst von Wussow, am 1.1.1880 beurteilt: „Füllte seine Stellung als Frontoffizier in hervorragender Weise aus. Seit kurzer Zeit Bataillonsadjutant, ist derselbe mit lobenswertem Eifer bestrebt, die ihm hierzu noch fehlenden Dienstkenntnisse sich anzueignen. Seine außerdienstliche Haltung ist eine taktvolle und ernste.” Uthmann war schon in jungen Jahren ein sehr guter und schneidiger Reiter und im Kameradenkreise äußerst beliebt. Im Herbst 1883 wurde er für drei Jahre als Inspektionsoffizier zur Kriegsschule in Anklam kommandiert. Hier übte er einen sehr guten Einfluß auf die straffe Haltung der Fähnriche aus und unterzog sich seinen Pflichten als Lehrer mit großem Geschick, so daß der Inspekteur der Kriegsschulen, Generallieutenant Graf von Schlippenbach, am 1.1.1886 von ihm sagen konnte: „Ein vortrefflicher Offizier, den man als Muster eines Inspektionsoffiziers bezeichnen kann, da er nicht nur durch Wort, sondern durch eigenes Beispiel wirkt. Eignet sich zur Beförderung und zu Berücksichtigung.” Im Sommer 1886 zum Regiment zurückgekehrt, wurde Uthmann Premierlieutenant und besuchte drei Jahre die Kriegsakademie, die er mit einem guten Schlußzeugnis verließ. Im Frühjahr 1891 wurde er Hauptmann und Kompagniechef im Kaiser-Alexander-Garde-Grenadierregiment Nr. 1. Militärisch sehr gut veranlagt, bildete er sich bald zu einem tüchtigen Kompagniechef heran, dessen Kompagnie in allen Dienstzweigen, vor allem in Schießen, Vortreffliches leistete. Im Herbst 1900 zum Major befördert, übernahm er im Frühjahr 1902 das Füsilierbataillon seines Regiments, das er ebenfalls vortrefflich ausbildete und führte. Auch als Oberstleutnant beim Stabe gehörte Uthmann dem Kaiser-Alexander-Garde-Grenadierregiment an. Im Frühjahr 1910 wurde er Oberst und Kommandeur des Leib-Grenadierregiments Nr. 8 in Frankfurt an der Oder. Bei seiner vorbildlichen Ruhe und seinem großen Verständnis für alle Fragen der Ausbildung und Erziehung wurde er ein sehr guter Regimentskommandeur. Von 1884 bis 1910 war Uthmann Schützenmeister des Schießvereins des Berliner Offizierkorps. In dieser Stellung hat er mit EIfer und Hingabe die Schießfertigkeit der Offiziere in Berlin gefördert. Die Jagd des Alexanderregiments bei Pankow-Heinersdorf im Norden von Berlin hat er durch zwei Jahrzehnte betreut. Er war leidenschaftlicher Reiter und hat bis zu seinem Tode häufig die eigenen Pferde gewechselt und junge Pferde zugeritten. Im Sommer 1913 wurde Uthmann Generalmajor und Kommandeur der 49. Infanteriebrigade in Darmstadt.


Als Kommandeur seiner Brigade zog Uthmann 1914 in den Weltkrieg und führte diese, persönlich tapfer und unerschrocken von Sieg zu Sieg, so daß der Kommandierende General des XVIII. A.-K., General der Infanterie von Schenck, am 1.7. 1915 sagen konnte: „Er hat seine Brigade stets mit Sicherheit geführt.” Im Herbst 1915 wurde Uthmann Kommandeur der 185. Infanteriebrigade. Durch Feld und schwere Artillerie sowie durch Zuteilung von Kolonnen und Verwaltungsbehörden verstärkt, hatte diese Brigade eine den anderen Divisionen gleiche Aufgabe zu erfüllen. Persönlich frisch, tatkräftig und umsichtig führte Uthmann auch diese Brigade. Die ihm am 13.3.1916 übertragene Fortnahme eines wertvollen Teiles der franz. Stellung norwestlich Tahure führte er glänzend durch. Inzwischen war seine Brigade in eine Division umgewandelt worden, deren Kommando Uthmann behielt. In dieser Stellung wurde er im Frühjahr 1917 zum Generalleutnant befördert. Über seine Tätigkeit ald Divisionskommandeur sprach sich der Kommandierende General des XIII. A.-K., der Generalleutnant Frhr. von Watter, dem Uthmann längere Zeit unterstellt war, am 2.12.1917 in anerkenndster Weise wie folgt aus. „Ein tüchtiger General von vorteilhefter militärischer Erscheinung. War mir schon vor Jahresfrist vorübergehend unterstellt. Der damals gewonnene günstige Eindruck hat sich jetzt befestigt. In den letzten Kampftagen bei Cambrai hat er die Division mit Sicherheit geführt.” Mitten in den Vorbereitungen zu der großen Offensive 1918 endete ein Herzschlag das Leben dieses tapferen und altpreußischen Offiziers.

Quellen:

  • Preußen. Kriegsministerium. Geheime Kriegs-Kanzlei, Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1901. Mit den Dienstalterlisten der Generale und Stabsoffiziere und einem Anhange enthaltend das Reichsmilitärgericht, die Ostasiatische Besatzungs-Brigade, die Marine-Infanterie, die Kaiserlichen Schutztruppen und die Gendarmerie-Brigade in Elsaß-Lothringen. Nach dem Stande vom 1. Juni 1901, Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs (Berlin: Ernst Siegfried Mittler und Sohn, 1901), 123.
  • Preußen. Kriegsministerium. Geheime Kriegs-Kanzlei, Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1902. Mit den Dienstalterlisten der Generale und Stabsoffiziere und einem Anhange enthaltend das Reichsmilitärgericht, die Ostasiatische Besatzungs-Brigade, die Marine-Infanterie, die Kaiserlichen Schutztruppen und die Gendarmerie-Brigade in Elsaß-Lothringen. Nach dem Stande vom 1. Juni 1902, Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs (Berlin: Ernst Siegfried Mittler und Sohn, 1902), 123.
  • Preußen. Kriegsministerium. Geheime Kriegs-Kanzlei, Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1912. Mit den Dienstalterlisten der Generale und Stabsoffiziere und einem Anhange enthaltend das Reichsmilitärgericht, die Marine-Infanterie, die Kaiserlichen Schutztruppen und die Gendarmerie-Brigade in Elsaß-Lothringen. Nach dem Stande vom 6. Mai 1912, Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs (Berlin: Ernst Siegfried Mittler und Sohn, 1912), 161.
  • Kurt von Priesdorff, Soldatisches Führertum, Band 10, (Hamburg: Hanseatische Verlagsanstalt), 217-18.

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